

(wu) Ganz unvermittelt wurden führende Wissenschaftler auf eine bislang unerforschte Spezies aufmerksam: Die Silberfische (Ichthio argentun) sollen sich nach der Theorie von Forschungseinheiten der Biologieabteilung des CFG (Centrale Forschung für Gentechnik) als das fehlende Bindeglied zwischen den echten Fischen (Ichthis) und den sich im oberen Sperm davon abgespaltenen Vögeln (Avis) herausgestellt haben.
Entscheidend für diese spektakuläre Entdeckung soll die Verhaltensweise
dieser possierlichen, pantoffelbewohnenden Landlebewesen sein,
die
als Maulbrüter (wie die mit ihnen verwandten Wal- und Tintenfischen)
nicht nur lebende Jungen gebären, sondern auch ihre Brut noch monatelang
in einem extra dazu ausgebildeten Zwirbeldrüsenfortsatz in der Rachenhöhle
(daher auch der Name Maulbrüter), mit sich herumschleppen. Nebenbei
ließen sich auch aus der Tatsache, daß Silberfische ihren Wurf
im Maul herumtragen, verwandtschaftliche Beziehungen zu der Gattung der
Maulwürfe (Maulus brutae) herleiten. Interessant wurden die etwa 2mm
langen Kulturfolger allerdings erst, als man entdeckte, daß sich
die Jungen in der Rachenhöhle regelrechte Nester aus ihrem Speichel
sowie Nahrungsresten des Muttertieres errichten: Ein solches Betragen konnte
man bislang nur bei den chin. Rot- (oder in diesem Fall Gelb-) schwänzen
beobachten, deren Nester auch als Gaumenkitzel gelten.
Daß Silberfische keine Federn tragen, läßt sich anhand ihres Lebensraumes erklären: In feuchtwarmen Gebieten wie alten Socken und Unterhosen wäre ein Federkleid eher hinderlich, da es durch die in solchen Gegenden leicht entstehenden Gase verkleben und somit an Auftriebsfähigkeit einbüßen könnte.
Ins Wanken geriet die Theorie erstmals, als das Stoffwechselsystem dieser Chimäre näher untersucht wurde: So sind Silberfische weder kaltblütig wie Fische noch warmblütig wie Vögel, sondern nach neuesten Erkenntnissen Schmetterlingsblüter und somit pflanzenartigen Organismen zuzurechnen, die allerdings nicht zur Photosynthese fähig sind, und somit zu den Pilzen gezählt werden könnten. Tatsächlich liegt die Art ihrer Fortpflanzung im Dunkeln ihrer Rachenhöhle verborgen. Geschlechtsorgane konnte man bislang nicht entdecken. Könnte es vielleicht sein, daß Silberfische sich mit Hilfe von Sporen weitervermehren, oder verbreiten sie ihre Art durch Klonung? Für das Klonen spräche die Tatsache, daß Silberfische eigentlich alle gleich aussehen.
Mittlerweile ist die Theorie, daß Silberfische das lang gesuchte Bindeglied zwischen Fisch und Vogel seien, am eigenen Ursprungsort umstritten. Abteilungsleiterin Frau Noël meinte nur dazu: "Ich glaube, da sind einige sehr ins Fettnäpfchen getreten."